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Eine schnelle Oberrhein-Linie im Dreiländereck: Auf der Strecke Strassburg–Colmar–Basel fuhr Distanzmeister Josef Fischer rund 300 Kilometer in gut zwölf Stunden. Die Region um Basel, Freiburg und Colmar war ein dichtes Netz früher Radfernstrecken.

Ein Münchner Bericht vom 25. August hält fest, dass Josef Fischer am 14. Mai auf seiner Swift-Maschine die 300-Kilometer-Strecke Strassburg–Colmar–Basel in 12 Stunden 6 Minuten zurücklegte — eine für die Zeit herausragende Fahrt, die „in Deutschland noch unerreicht“ blieb.

Was gesichert ist

Dieselbe Landschaft, die heute den Auftakt unserer Linie Basel–Kleve bildet, war schon in den 1890ern von markierten Radfernstrecken durchzogen. Das „Tourenbuch des Gau VII (Schwarzwald) des Deutschen Radfahrer-Bundes“ von Emil Schwehr (Freiburg, Gaufahrwart) verzeichnet die Teilstrecken — darunter Freiburg–Colmar und Freiburg–Colmar–Épinal —, aus denen sich eine Rundfahrt über Basel, Freiburg und Colmar zusammensetzen lässt. Auf diesem Netz wurde auch um die Wette gefahren, wie Fischers 300er zeigt.

Was offen bleibt

Das Jahr von Fischers Fahrt ist im vorliegenden Ausschnitt nicht eindeutig datiert; der Kontext (Swift-Maschine, Bezug zu Mailand–München) deutet auf die Mitte der 1890er. Ob „Basel–Freiburg–Colmar–Basel“ als geschlossene Rundfahrt firmierte oder sich aus den belegten Teilstrecken (u. a. Strassburg–Colmar–Basel, Basel–Freiburg) zusammensetzt, wäre an den Originalquellen weiter zu prüfen.

Quellen

Münchner Tagespresse, Bericht vom 25. August (Josef Fischer, Strassburg–Colmar–Basel, 300 km in 12:06). Emil Schwehr: Tourenbuch des Gau VII (Schwarzwald) des Deutschen Radfahrer-Bundes, 3. umgearbeitete Auflage (Verlag des Gau VII, Freiburg); darin u. a. Freiburg–Colmar und Freiburg–Colmar–Épinal. Gegenprüfung offen.

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