Über Supergrevet

Was ist Supergrevet?

Supergrevet bringt die historischen Distanzfahrten Europas zurück auf das Rad.

Die Linien stammen aus der Pionierzeit des Radsports. Heute werden sie neu recherchiert, vor Ort gescoutet und als unsupported Langstreckenfahrten gefahren. Eine Route, ein Zeitlimit, keine Begleitung. Wer startet, fährt selbst.

Die Linien · seit 1892

Vier historische Linien durch Europa

Auf diesen Linien werden die Distanzfahrten heute wieder gefahren.

Wien–Triest

650 km · 14.000 hm
Über den Karst zur Adria
Erstaustragung · 25. Juli 2026
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Mailand–München

750 km · 12.000 hm
Über die Alpen
29. August 2026
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Basel–Kleve

750 km · 6.000 hm
Dem Rhein nach Norden
Erstaustragung · 26. September 2026
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Wien–Berlin

800 km · 7.000 hm
Die Distanzfahrt von 1893
Wieder ab 2027
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Warum diese Linien?

Die ursprüngliche Frage, neu gestellt

Die ersten Distanzfahrten entstanden in einer Zeit, in der das Fahrrad selbst noch beweisen musste, was es konnte. Ihre Strecken verbanden Städte, Länder und Landschaften – über Straßen, die mit heutigen Straßen wenig gemeinsam hatten.

Supergrevet rekonstruiert diese Linien nicht als historische Reenactments. Wir fahren nicht mit Wolltrikots und Hochrädern. Uns interessiert die ursprüngliche Frage: Wie weit trägt ein Fahrrad, wenn man sich auf das Rad und die eigene Entscheidung verlässt?

Deshalb werden die historischen Linien für heutige Räder neu gelesen. Nicht als exakte Kopie jeder alten Straße, sondern als fahrbare Verbindung zwischen Geschichte, Landschaft und Gegenwart.

Was Supergrevet ist

Unsupported

Keine Begleitfahrzeuge, keine Verpflegungsstationen, kein Service-Team.

Kein Rennen

Kein Ranking, kein Sieger – aber ein Zeitlimit.

Selbst entschieden

Route, Pausen, Schlaf und Versorgung liegen bei dir.

Langstrecke prüft Urteilskraft unter Ermüdung, nicht Leidensfähigkeit.
Herkunft

Wie aus einer Spur eine Linie wurde

Supergrevet begann nicht mit einer Veranstaltung, sondern mit einer Recherche.

Am Anfang stand eine Frage nach der Müdigkeit. Ich las mich durch alte Zeitungsmeldungen und Radzeitschriften, um zu verstehen, wie Radfahrer vor über hundert Jahren mit Erschöpfung umgingen — Blätter wie Radhumor, später auch Der Radfahrer, der erst um 1900 dazukam.

Dabei stieß ich auf die Distanzfahrt Wien–Berlin von 1893. Mich interessierte nicht die Legende, sondern die Strecke: wo diese Fahrer tatsächlich gefahren sind.

Aus Meldungen, Berichten und Karten entstand Schritt für Schritt eine fahrbare Linie. Wien–Berlin war die erste. Ich habe sie nicht nachgespielt, sondern gefahren — und die erste Fahrt begann prompt mit einem Tubeless-Desaster in der ersten längeren Abfahrt.

Daraus wurde Supergrevet. Keine Inszenierung der Vergangenheit, sondern die alte Frage in der Gegenwart: wie weit ein Fahrrad trägt, wenn man sich auf das Rad und die eigene Entscheidung verlässt.

Hinter Supergrevet steht Tim, auch Gründer von CXBerlin und Grevet. Seit 2006 sammelt CXBerlin Erfahrung auf den unbefestigten Wegen rund um Berlin — aus dieser Praxis und der historischen Recherche entstehen die heutigen Supergrevet-Routen.

Tim
Dokumentation der Distanz

Dokumentation statt Inszenierung

Supergrevet dokumentiert und bewahrt die Kultur des Distanzfahrens. Wetter, Defekte, Müdigkeit, Entscheidungen und die langen Stunden dazwischen gehören zur Fahrt. Die Geschichten entstehen unterwegs – sie müssen nicht erfunden werden.

Wer eine dieser Linien fährt, setzt eine Tradition fort: auf den Wegen, in der Landschaft und im eigenen Körper.