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Der erfolgreichste Rennfahrer der Familie Opel – über 180 Siege. Sein größter: Basel–Kleve 1894. Von dieser Radsportdynastie führte der Weg direkt zum Automobil.
Friedrich Franz „Fritz“ Opel, geboren am 30. April 1875 in Rüsselsheim, stammte aus der Unternehmerfamilie Opel. Adam Opel hatte das Werk 1862 gegründet (zunächst Nähmaschinen, ab den 1880ern Fahrräder). Die Opel-Söhne fuhren Rennen auf Opel-Rädern und machten die Marke bekannt – Fritz war der erfolgreichste unter ihnen mit über 180 ersten Plätzen.
Was gesichert ist
Sein größter Triumph war der Sieg bei Basel–Kleve 1894 – in korrigierter Wertung 27:50 für 620 Kilometer um den Kaiserpreis. Danach studierte er Maschinenbau (Technikum Mittweida, 1894–1897); gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm führte er später das Fließband in die deutsche Automobilindustrie ein.
Einordnung
Opel steht exemplarisch für den Weg vom Fahrrad zum Auto: Die frühe Radindustrie war die Keimzelle der späteren Autoindustrie – und der Radrennsport ihr Schaufenster. Dass ausgerechnet ein Opel die Kaiserpreis-Fahrt gewann, verbindet die Distanzfahrten mit dem industriellen Umbruch, der sie wenige Jahrzehnte später verdrängen sollte.
Quellen
RV Opel 1888 Rüsselsheim (Radsportverein der Familie Opel); Opel-Werksgeschichte, „Räder für die Welt“; Hessische Landeszentrale für politische Bildung, zu Adam Opel. Gegenprüfung an zeitgenössischen Quellen offen.
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