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Eine der wenigen Frauen, die sich in ein reines Männerfeld wagten: Gertrude Rodda (verh. Eisenmann) fuhr 1898 die Distanzfahrt Hadersleben–Hamburg — Pionierin auf Rad, Automobil und Motorrad.

Geboren am 21. Dezember 1875 im englischen Littlehampton, zog Gertrude Rodda Mitte der 1890er während des Radsport-Booms nach Hamburg. 1898 nahm sie erstmals an der Distanzfahrt Hadersleben–Hamburg teil — als eine der ganz wenigen Frauen in einem Männerfeld. Die sportlichen Frauen jener Zeit fuhren Herrenräder mit Oberrohr und trugen die praktischen „Knickerbocker“-Hosen.

Was gesichert ist

Die großen Distanzfahrten der Pionierzeit — Wien–Berlin, Mailand–München, Basel–Kleve — waren reine Männerfelder; Frauen waren nicht zum Start zugelassen. Separate Frauenrennen begannen 1893: in Berlin auf der Halensee-Bahn und in Österreich in Baden bei Wien. Rodda gehört zu den ersten Frauen, die den Schritt auf die Distanz-Landstraße wagten.

Was gesichert ist (Ergebnisse)

1898 erreichte Rodda die Distanzfahrt Hadersleben–Hamburg als Nr. 15 in 11:14:00 und schlug dabei bekannte Fahrer; 1899 und 1900 war sie erneut dabei. Bei der Austragung Hadersleben–Schnelsen 1900 (acht Starter, Schrittmacher per Automobil) wurde sie Dritte in 8:59:40 und wurde am Ziel ohnmächtig vom Rad gehoben. Später wechselte sie als gefeierte Pionierin zu Motorrad und Automobil.

Was offen bleibt

Vollständige Klassements und weitere Teilnahmen wären an zeitgenössischen Quellen (Rad-Welt, Tageszeitungen) gegenzuprüfen.

Quellen

Lars Amenda, „Gertrude Rodda – eine Radsportpionierin um 1900″ (netzwerk fahrrad/geschichte, 2022) und „Hadersleben–Hamburg“ (Altonaer Bicycle-Club, 2014) — beide gestützt auf zeitgenössische Berichte: Altonaer Nachrichten, Rad-Welt, General-Anzeiger für Hamburg-Altona (1898–1900). Gegenprüfung an den Originalberichten offen.

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