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Hans Hartmann aus Schwabach war einer der stärksten deutschen Distanzfahrer der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg — Sieger der Distanzradfahrt Wien–Berlin 1911, dem größten Erfolg seiner Laufbahn.
Hans Hartmann, geboren in Schwabach (Mittelfranken). Profi von 1909 bis 1913, Spezialist für Distanzfahrten. Er fuhr ein Opel-Rad und wurde von 1909 bis 1911 von Continental unterstützt. Sein Bruder Thomas Hartmann war ebenfalls Radrennfahrer.
Was gesichert ist
1911 gewann Hartmann die Distanzradfahrt Wien–Berlin — rund 580 bis 600 km zwischen den beiden Hauptstädten, quer durch Österreich, Böhmen, Sachsen und Brandenburg. Die zeitgenössische Tagespresse nennt ihn als Sieger. In der Datenbank von Radsportseiten wird seine Fahrzeit mit 26:46:04 h über 598,1 km geführt; Zweiter wurde Josef Hübner (Deutsches Reich), Dritter Paul Suter (Schweiz).
Der Sieg wurde zum Werbeträger: Opel brachte ein Fahrradmodell heraus, das wie das Rennen hieß, und der Opel-Zulieferer Fichtel & Sachs benannte seine neue Freilauf-Rücktrittnabe nach dieser Fahrt.
Auch auf einer Linie unseres Archivs war Hartmann unterwegs: Bei Basel–Kleve (620 km) wurde er 1908 Zweiter und 1910 Dritter. 1910 gewann er zudem „Rund um Spessart und Rhön“ und war bei Wien–Graz–Wien erfolgreich; 1911 belegte er in der Gesamtwertung von „Quer durch Deutschland“ — einer Vorläuferin der Deutschland-Tour — Platz drei, gewann Nürnberg–Plauen–Nürnberg und wurde Dritter bei München–Zürich.
Was offen bleibt
Hartmanns genaue Lebensdaten (Geburts- und Sterbejahr) sind in den uns vorliegenden Quellen nicht gesichert. Die Streckenlänge von Wien–Berlin schwankt je nach Quelle und Austragung zwischen „rund 580 km“ und „598,1 km“. Moderne Renn-Übersichten führen die Sieger der späten Austragungen teils uneinheitlich; maßgeblich ist für uns der zeitgenössische Pressebefund, der Hartmann 1911 als Sieger nennt. Fahrzeit und Podiumsplätze stammen aus einer Sekundärdatenbank und wären an der Originalberichterstattung gegenzuprüfen.
Im selben Jahr 1911 war Hartmann auch schnellster Berufsfahrer bei Rund um die Gletscher in Tirol (351 km, 14:24:23).
Quellen
Zeitgenössische Tagespresse von 1911 (Sieger-Meldungen zu Hartmann); die Platzierungs- und Zeitangaben stammen aus einer Sekundärdatenbank und wären an der Originalberichterstattung gegenzuprüfen.
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