Ein Supergrevet ist eine vollständig selbstversorgte Langstrecke mit hohem Gravel-Anteil und möglichen Nachtfahrten. Jede und jeder startet eigenverantwortlich mit angemessener, funktionierender und verkehrssicherer Ausrüstung. Diese Anforderungen gelten für alle Supergrevets.

Pflichtausrüstung
- Ein verkehrssicheres Rad in technisch einwandfreiem Zustand
- Helm (Helmpflicht)
- Mindestens zwei voneinander unabhängige Lichtquellen vorne und hinten
- Ausreichende Stromversorgung für Nachtfahrten (Powerbank oder Nabendynamo)
- Reflektierende Elemente an Kleidung oder Rad
- Ein GPS-Gerät mit aufgespieltem Track und genügend Akku
- Ein Mobiltelefon mit Notruffunktion
- Ein Erste-Hilfe-Set
- Wetterschutz je nach Jahreszeit
- eine minimale Biwak-Ausrüstung (Biwaksack oder Notfalldecke) — Pflicht auch bei geplanter Hotelübernachtung




Gravel und Offroad
- Reifen mit ausreichender Breite und Profil für unbefestigte Wege
- Eine Bremsanlage, die auch bei Nässe und Schmutz zuverlässig funktioniert
- Werkzeug und Ersatzteile für typische Defekte — Schlauch, Pumpe, Multitool und Kettenschloss
Reifen
Für Supergrevets empfehlen wir die maximal mögliche Reifenbreite, die Rahmen und Gabel freigeben. Ist vorne mehr Platz als hinten, darf der Vorderreifen ruhig breiter ausfallen. Das hat nichts mit MTB-Gelände zu tun, sondern mit der Langstrecke: Ein breiter Reifen mit passendem Druck ist über viele Stunden fast immer nicht nur komfortabler und sicherer, sondern auch schneller.
Ebenfalls empfohlen: eine Tubeless-Montage sowie ein an Reifen, Gewicht und Untergrund angepasster, eher niedriger Reifendruck.
Übersetzung
Wir empfehlen eine leichteste Übersetzung von mindestens 1:1 — das größte Ritzel hat also mindestens so viele Zähne wie das kleinste Kettenblatt (zum Beispiel 40 Zähne vorne zu 42 hinten). So lässt sich auch nach vielen Stunden und an Steigungen mit rundem, kraftsparendem Tritt fahren. Für Bergstrecken wie Mailand–München und besonders Wien–Triest empfehlen wir die leichtest mögliche Kombination — also eine Untersetzung, bei der das größte Ritzel deutlich mehr Zähne hat als das kleinste Kettenblatt.


Biwak
Eine minimale Biwak-Ausrüstung ist Pflicht — auch dann, wenn nur Hotelübernachtung geplant ist. Defekte, Zeitverluste oder geschlossene Unterkünfte können eine ungeplante Nacht im Freien nötig machen. Als Minimum genügt ein Biwaksack ; bei geplanter Übernachtung zusätzlich Isomatte und leichter Schlafsack oder ein leichtes Zelt. Auf baumreichen Strecken wie Wien–Berlin eignen sich auch Hängematte, Tarp und Schlafsack.

Packen
Wo das Gepäck sitzt, entscheidet über Fahrverhalten und Erreichbarkeit: Schweres tief und mittig, oft Gebrauchtes griffbereit, Leichtes nach außen und hinten. So bleibt das Rad ruhig.

Eigenverantwortung
Der Veranstalter kontrolliert die Ausrüstung nicht; die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Bei offensichtlich fehlender, ungeeigneter oder nicht funktionsfähiger Ausrüstung kann aus Sicherheitsgründen ein Ausschluss erfolgen.