Die wichtigsten Informationen
Gravel ist ein sehr weitläufiger Begriff und so ist auch die Distanzradfahrt München – Mailand von vielfältigem Terrain geprägt. Schnelle Schotterstraßen sind natürlich vorhanden, aber genauso solltest du dich auf schmale Singletrails, Wiesenwege, kleine Straßen oder steile Betonpisten einstellen. Wurzelpfade suchst du hier allerdings vergebens, wenn auch einzelne Wurzeln deinen Weg kreuzen können. Vielbefahrene Hauptstraßen werden vermieden, diese musst du höchsten queren, um zum nächsten schönen Abschnitt zu kommen.
Direkt in den Tracks hinterlegen wir zudem Versorgungspunkte wie Supermärkte, Tankstellen und Schutzhütten als POI.
Aufgrund des vielfältigen Untergrundes empfehlen wir eine Reifenbreite von mindestens 40mm. Auf den vorhandenen Trails machen breitere Reifen mehr Spaß. Auch sind einige Abfahrten mit gröberem Material ausgestattet, wo ein breiterer Reifen mehr verzeihen wird. Bei Nässe können sich einige Abschnitte in Matschpartien verwandeln. Dementsprechend wirst du mit einem Semislick-Reifen auf der Strecke weniger gut zurechtkommen. Mit einer normalen GRX Übersetzung (31/48-11/34) konnte die Strecke gemeistert werden. Auch wenn sich die meisten Anstiege gut rollen, gibt es die fiesen Wadenzwicker, wo du dir noch einen leichteren Gang wünschen wirst. Montiere dir also am besten die leichtesten Gänge die gehen 😉
Es gibt eine Fährüberfahrt über den Comer See. Wenn die letzte Fähre am Abend verpasst wird, dann hast du viel Zeit zum nachdenken und schlafen. Im Handbuch wird es detailliertere Informationen dazu geben, informiere dich kurz vorher am besten selbst noch einmal.
Vom Münchner Hauptbahnhof sind es keine 4 Kilometer bis zum Startpunkt. Der nächste S-Bahnhof ist Mittersendling. München ist der Nabel im Süden von Deutschland, dementsprechend halten hier eine Vielzahl von Fernzügen, Fernbussen
oder auch regionalen Angeboten.
Bahn & Bike könnten ein Traumpaar sein, aber in der Praxis ist gilt leider oft: es ist kompliziert. Allgemein könnt Ihr z.B. mit dem ÖBB Nightjet (
https://www.nightjet.com) anreisen. Die direkte Buchung über die ÖBB ist dabei meist günstiger als über die DB.
a) Im Nightjet kann relativ kostengünstig ganze Viererabteile reserviert werden. Dort passt man dann recht entspannt mit zwei Personen und zwei Fahrrädern rein.
b) In Regionalzügen wird keine extra Fahrradreservierung gebraucht, hier reicht ein Fahrradticket aus. Das gibt es an jedem Ticketautomaten und in der App.
Fernbusse sind auch kurzfristig gut verfügbar und die Radmitnahme ist hier oft möglich. Meist kann man über Nacht fahren und ist somit in einem Augenaufschlag in München.
In und um München findest du eine riesige Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Vom Campingplatz über Jugendherbergen, Pensionen und zahlreiche Hotels. Hier überlassen wir dir die Qual der Wahl.
Ein Campingplatz, der nicht weit weg ist und wo ihr womöglich die beste Ausgangslage habt: https://campingplatz-thalkirchen.de
Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Selbstversorgerfahrt: Das bedeutet Ihr seid letztlich selbst für Eure eigene Verpflegung, Übernachtung und Pausengestaltung verantwortlich. Ob Ihr eher der spontanen Hängemattenschlafgelegenheit, oder dem Hotel zugeneigt seid, ist damit auch Eure freie Entscheidung. Der Kodex von Selbstversorgerfahrten sieht es jedoch vor, dass Übernachtungen nicht bereits im Vorhinein vom heimatlichen Sofa aus gebucht werden, sondern frühstens von unterwegs. Lasst Euch also mal auf das Abenteuer ein und schaut, wie es sich entwickelt!
Wir geben Euch dann in unserer kommenden E-Mail mit der Streckenbeschreibung jedoch ausführliche Empfehlungen für Pausen-, Übernachtungs- und Verpflegungspunkte entlang der Strecke. Wir können jedoch nicht garantieren, dass diese tatsächlich jederzeit für alle Teilnehmenden zur Verfügung stehen werden. Ihr solltet Euch daher auf Basis unserer Empfehlungen also bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wo Ihr ungefähr schlafen möchtet, aber auch einen Plan B parat haben. Vorab ein Hinweis: in Österreich ist Wildcampen absolut tabu, allerdings sind es auch nur ca. 100KM durch den österreichischen Teil hindurch.
Plant nach Möglichkeit mindestens einen zusätzlichen Tag in Mailand ein, damit Ihr entspannt akklimatisieren und die Stadt erkunden könnt!
Genauso wie München ist Mailand eine Großstadt in der die meisten Fernzüge, Fernbusse und regionalen Angeboten einen Stopp einlegen.
Eine Fernbusverbindung zwischen Mailand und München besteht und ist gut nutzbar: Fernbusse sind auch kurzfristig gut verfügbar und die Radmitnahme ist hier erfahrungsgemäß leicht möglich. Die Busse verkehren sehr regelmäßig und sind eine gute Möglichkeit, um von Mailand nach München zu kommen.
Da die Mitnahme von Fahrrädern in Fernzügen einer vorherigen Reservierung bedarf, ist es mitunter schwierig einen spontanen Platz zu bekommen. Empfohlen wird eine Rückreise zum Beispiel mit regionalen Angeboten von Mailand nach Verona und von dort weiter bis zum Brenner bzw. Innsbruck.
Fernzüge fahren zum Beispiel von Mailand über Zürich zurück nach München.