750 km & 1200 hm auf den Spuren der ersten Alpenüberquerung
Start: 29. August 2026 · 10:00 Uhr · Mailand (Porta Romana)
Finisherparty: 03. September bei 3 Mills
Die Eckdaten
Daten, Zahlen, Fakten
Was erwartet Euch bei diesem Supergrevet?
Mailand–München – Die legendäre Distanzradfahrt neu erlebt
Die Distanzradfahrt Mailand–Münchenlässt einen der großen Klassiker des Radsports neu aufleben – das erste transalpine Radrennen der Geschichte (1894). Diese außergewöhnliche Alpenüberquerung folgt den Spuren jener Pioniere, die mit Stahlrahmen, Wolltrikots und unbändigem Willen die Alpen bezwangen – und verbindet den rauen Geist vergangener Abenteuer mit der Dynamik der heutigen Gravel-Szene.
- Milan Cathedral, Duomo di Milano, one of the largest churches in the world
Auf den Spuren der Pioniere
Wer heute zwischen Mailand und München startet, fährt auf den Spuren der ersten Transalp des Radsports – einer Unternehmung, die 1894 mehr Mut als Material verlangte. Stahlrahmen, Wolltrikot, Laterne – und ein Wille aus Granit.
Damals rollten 46 Fahrer an der Porta Romana los, über die Alpen, bei Regen, Hagel und Kälte. „Der Brenner war keine Idee – er war eine Mauer aus Dunkelheit und Steigung“, schrieb Hans Traugott Hirsch später in seinem Bericht. Josef Fischer, der Sieger, erreichte München nach 31 Stunden und 22 Minuten – ein Rekord, den man kaum begreift, wenn man die Bedingungen kennt: Schotter, Matsch, Peitschenhiebe und Durchhaltevermögen.
Doch die Distanzfahrt war mehr als ein Rennen. Sie war ein europäisches Ereignis. Italiener, Österreicher und Deutsche kämpften sich Seite an Seite über die Berge, während ein Depeschendienst jede Meldung nach München funkte – das Dotwatching des 19. Jahrhunderts.
„Man rutscht – am sichersten in den Reifenspuren voll Regenwasser.“ – Hirsch
„Mir wäre ein zweitmaliges Passieren des Brenners lieber gewesen als die letzten zehn Kilometer vor München.“ – Gerger
Die Berichte jener Tage lesen sich wie ein Epos in Kettenöl und Staub. Kein Pathos, keine Pose – nur der rohe Ernst, die Strecke zu bezwingen.
Heute kehrt Mailand–München als moderne Gravel-Distanz zurück – nicht als Reenactment, sondern als Fortsetzung. Die Wege haben sich verändert, der Geist bleibt: selbstbestimmt, ausdauernd, echt.
Originalberichte & Quellen:
Die vollständigen Augenzeugenberichte von Hirsch, Grüttner, Gerger und Dr. Speer findest du
hier
Eine Reise zwischen zwei Welten
Von der kulturellen Vielfalt und mediterranen Eleganz Mailands bis zur urbanen Energie und bayerischen Lebensart Münchens führt diese Route durch eine der eindrucksvollsten Landschaften Europas. Über alpine Pässe, durch tiefe Täler und entlang historischer Handelsrouten verbindet die Fahrt nicht nur zwei Städte, sondern auch zwei Epochen des Radsports: die heroischen Jahre der Distanzfahrten – und den heutigen Entdeckergeist des Gravel-Cyclings.
Tradition trifft Innovation
Was 1894 als waghalsiges Experiment begann – Josef Fischer gewann damals die erste Austragung und schrieb Radsportgeschichte – wird heute als Hommage an diese Pioniertat neu interpretiert. Die moderne Strecke folgt dem Geist der historischen Route, nicht ihrer genauen Linie: über Schotterstraßen statt Asphalt, über alte Alpenübergänge statt Autobahnen, mit Fokus auf Erlebnis statt reiner Geschwindigkeit.
Mehr als ein Rennen
Diese Distanzfahrt ist kein gewöhnliches Event. Sie ist eine Einladung, Geschichte zu erfahren – nicht zu lesen. In den Beinen. In der Landschaft. In den Begegnungen unterwegs.
Mailand–München vereint sportliche Herausforderung mit kulturellem Bewusstsein, individuelle Leistung mit gemeinschaftlichem Erlebnis. Von den Espresso-Bars Norditaliens bis zu den Biergärten Oberbayerns wird diese Fahrt zu einer transalpinen Erfahrung, die Tradition und Innovation, Vergangenheit und Gegenwart zu einem unvergesslichen Abenteuer verschmelzen lässt.




